Die Düsseldorfer Tabelle gilt als Richtlinie zur Bestimmung und Bemessung des Kindesunterhaltes. Die in ihr enthaltenen Zahlen sind sogenannte Tabellenbeträge. In der Regel, wenn der betreuende Elternteil das Kind betreut und das Kindergeld in voller Höhe erhält, ist es anschließend noch zur Hälfte vom Tabellenbetrag abzuziehen. Die Düsseldorfer Tabelle ändert sich meist jährlich, teilweise auch halbjährlich und versucht durch eine Anpassung der zu zahlenden Kindesunterhaltsbeträge zumindest den Inflationsausgleich aufzufangen.

Zum Jahreswechsel sind die Kindesunterhaltsbeträge, insbesondere auch der zu zahlende Mindestunterhalt (100 % der jeweils gültigen Düsseldorfer Tabelle), angehoben worden. Der Mindestunterhalt ist derjenige Unterhalt, den ein Unterhaltspflichtiger bezahlen muss, wenn er ein minderjähriges Kind hat und dieses nicht persönlich betreut, bzw. betreuen kann. Mittelbar natürlich auch, wenn der Unterhaltsschuldner keine Zahlungen erbringt. Zur Bezahlung des Mindestunterhaltes ist daher erwerbsmäßig alles Erforderliche zu tun, dass dieser Unterhaltsbetrag dem Kind auch zur Verfügung gestellt werden kann. Die eigene Erwerbsobliegenheit muss erfüllt sein.
Auch das monatliche Kindergeld wurde erhöht.

Für den Fall, dass Sie sich im Rahmen eines Unterhaltstitels auf die Zahlung von Unterhalt verpflichtet haben oder worden sind oder Sie einen Titel in den Händen halten, aus dem vollstreckt werden kann, sollten Sie entweder die Zahlungen anpassen oder der*den Verpflichtete*n auffordern, mehr Unterhalt zu zahlen. Werden Sie zeitnah tätig, weil erhöhter oder verringerter Unterhalt gegebenenfalls erst ab Aufforderung erhöht oder reduziert werden kann oder eine rückwirkende Geltendmachung bei laufendem Unterhalt in der Regel nach 1 Jahr verwirkt. Falls Sie hierzu Fragen haben sollten, kommen Sie auf uns zu.